Haptoglobin (Hp) Typing ELISA

Zur qualitativen Bestimmung von Haptoglobin (Hp) der Phänotypen Hp 1-1, Hp 2-1 oder Hp 2-2 als prädiktiven Marker für kardiovaskuläre Komplikationen bei Diabetes mellitus

Diabetes mellitus (DM) gehört zu den „top ten“ der chronischen Erkrankungen. Diabetes – Typ 1 oder 2 – bedeutet eine andauernde stille Inflammation und oxidativen Stress. Chronisch an Diabetes erkrankt sein bedeutet für die Patienten, laufend auf medizinische Behandlung angewiesen zu sein und oft auch, dass Mehrfacherkrankungen, bis zur Multimorbidität, auftreten. Trotz erfolgreicher Behandlung der klassischen Risikofaktoren Hyperglykämie und Hypercholesterinämie kommt es bei DM häufig zu kardiovaskulär bedingter Komorbidität, die wiederum das größte Sterberisiko darstellt. Ziel bei der Behandlung von Diabetes ist daher auch immer die Prävention von kardiovaskulären Komplikationen.
Und hier kommt Haptoglobin 2-2 ins Spiel. Die Funktion von Haptoglobin ist es, freies Hämoglobin zu neutralisieren, weil es sonst zu oxidativen Gewebeschädigungen kommt. Hp bildet einen Komplex mit Hb, der dann von Makrophagen (über deren CD 163-Rezeptor) aufgenommen und entsorgt wird. Beim Menschen gibt es zwei Allele (Gen-Varianten) des Haptoglobin-Gens, so dass drei unterschiedliche Genotypen vorliegen können:
Hp 1-1, Hp 2-1 und Hp 2-2.
Klinische Studien belegen: DM-Patienten mit dem Hp 2-2 Genotyp – in Europa sind das ca. 1/3 aller Diabetiker – haben gegenüber den Diabetikern vom Typ Hp 2-1 und Hp 1-1 ein 2-3-fach erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Diese Korrelation zwischen Hp-Genotyp und kardiovaskulärem Risiko wurde in den Kontrollgruppen ohne Diabetes nicht beobachtet. Das liegt mit großer Wahrscheinlichkeit daran, dass der oxidative Stress bei Diabetikern um Vielfaches höher ist als bei Nicht-Diabetikern. Die Oxidation von Lipoproteinen wiederum durch den Hp 2-2 / Hb Komplex könnte mitverantwortlich sein für die vaskulären Komplikationen bei Diabetes.
Weiterhin stellte es sich heraus, dass das Risiko für Myokardinfarkt und die Mortalität durch kardiovaskuläre Erkrankungen in DM Patienten mit Hp 2-2-Genotyp durch Vitamin-E-Substitution um bis zu 50 % gesenkt werden kann. Der Mechanismus dürfte in einer Verbesserung der HDL-Funktion liegen.
Für Diabetiker vom Hp 2-2-Phänotyp kann daher das Risiko für kardiovaskuläre Folgeerkrankungen durch Vitamin-E-Gabe erheblich reduziert werden.
Deshalb ist eine genaue Typisierung wichtig.



Der Test ist ein Sandwich ELISA und benötigt 15 µl Serum/Plasma (100 µl verdünnte Probe wird eingesetzt).
Automatentauglich: z.B. Dynex DSX und ETI-Max3000


Haptoglobin (Hp) Typing ELISA        Art. Nr.: KSA71001

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