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Bone Sialoprotein (BSP) ELISA
K4222, 4222
Artikelnummer:
K 4222
Packungsgröße:
96 Tests
Inkubation:
3 h,1 h, 10-20 min
Probe Volumen:
50 µl
Probenmatrix:
Serum, EDTA-Plasma
Standard-Messbereich:
3,1-50 ng/ml
Methode:
ELISA
Details (PDF)
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Bone Sialoprotein (BSP) ist ein Glyko­protein, das etwa 10% der nichtkollagenen Matrixproteine des Knochens ausmacht. BSP hat, neben anderen Glykoproteinen wie Osteonectin und Osteopontin, eine re­gulierende Rolle im Knochenstoffwechsel, z.B. die Steuerung der Mineralisierung im Rahmen von Knochenneubildung und Knochenresorption.
BSP enthält eine Arg-Gly-Asp (RGD)-Sequenz, die für die Bindung von Zellen an Oberflächen von Bedeutung ist (Fisher et al. 1990). BSP hat wichtige Funk­tionen bei der Initiierung der Hydroxyl­apatit-Kristallisierung und bei der Interaktion zwischen Knochenzellen und der mineralisierten Knochenmatrix. BSP wird in mineralisierenden Bindegeweben nachgewiesen, wobei es ins­besondere von Zellen der osteoblastären Reihe gebildet wird. Es wurde jedoch auch in Trophoblasten und zu einem geringeren Ausmaß in Dezidua-Zellen nachgewiesen.
Nach neueren Untersuchungen können auch Tumore, die zu Verkalkungen neigen und in den Knochen metastasieren, BSP ex­primieren. So wurde gezeigt, dass die BSP-Expression bei Brust- sowie Prostatakrebs mit Knochenmetastasen assoziiert ist (Bellahcene et al. 1996). Auch in kleinzelligen Bronchialkarzi-nomen wurde eine BSP-Expression nachgewiesen (Bellahcene et al. 1997). Die Serumkonzentrationen von BSP sind bei Knochenstoffwechselstörungen verändert: Patienten mit Paget-Erkrankung des Knochens, mit einem primären/sekundären Hyperparathyreoidismus oder mit Nieren­insuffizienz zeigten signifikant erhöhte BSP-Konzentrationen, während Störungen der Leberfunktion die BSP-Spiegel nicht beeinflussen (Karmatschek et al. 1997). Postmenopausale Frauen haben im Vergleich zu prämeno-pausalen deutlich erhöhte BSP-Spiegel (Withold et al. 1997). Patienten mit degenerativen und entzündlichen Gelenkerkrankungen (z.B. aktivierte Arthrose) zeigen ebenfalls erhöhte BSP-Spiegel (Petersson F et al. 1998a, 1998b).
Die bisherigen Befunde belegen, dass das Bone Sialoprotein (BSP) nicht nur ein Marker für den Knochenumbau ist, der bei der Diagnostik von Knochenstoffwechselstörungen Einsatz findet, sondern auch einen potenten und verlässlichen Tumormarker darstellt, der zur Erkennung von vorhandenen und entstehenden Knochenmetastasen beim Mammakarzinom und Prostatakarzinom eingesetzt werden kann. (Diel I et al. 1989).

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