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β-Defensin 5, ELISA
K6515, 6515
Artikelnummer:
K 6515
Packungsgröße:
96 Tests
Inkubation:
3x1h; 15min
Probe Volumen:
100 mg
Probenmatrix:
Stuhl
Standard-Messbereich:
0.1-3 ng/ml
Methode:
ELISA
beta-Defensine sind kleine, basische, nicht-glykosylierte Proteine, bestehen aus 29-34 Aminosäuren und enthalten 3 intramolekulare Disulfidbrücken. Diese tragen zur zyklischen, komplex gefalteten Trippel-Helix-Beta-Faltblatt-Struktur und zur Stabilität des Moleküls bei. Sie sind außerdem für die biologischen Aktivitäten der Defensine erforderlich.
Defensine wurden ursprünglich in Wirbellosen entdeckt und werden als Bestandteil eines primitiven Immunsystems gesehen. Sie finden sich jedoch auch in anderen Spezies, u.a. in Menschen, Hasen und Ratten.
Die endogen gebildeten beta-Defensine sind auch Bestandteil des angeborenen Säugetier-Immunsystems und tragen durch ihre antimikrobielle Wirkung (z.B. Escherichia coli oder Helicobacter pylori gegenüber) zur Barrierefunktion des Darmepithels bei.
Neun verschiedene Defensine epithelialen Ursprungs wurden beim Menschen bislang beschrieben, u.a. die humanen beta-Defensine 1, -2, und -3 (HBD-1, -2, -3). Die Expression dieser beta-Defensine wird durch proinflammatorische Zytokine und durch Mikroorganismen (z.B. E. coli, H. pylori oder P. aeruginosa) induziert.
Eine verminderte beta-Defensin-Expression beobachtet man z.B. in Darmepithelzellen von Morbus-Crohn-Patienten. Die dadurch eingeschränkte Barrierefunktion der Darmschleimhaut lässt eine vermehrte Invasion von Bakterien zu und führt damit möglicherweise zu den für den Morbus Crohn typischen Entzündungen. Ob die verminderte beta-Defensin-Expression möglicherweise sogar bei der Entstehung des Morbus Crohn eine Rolle spielt, wird derzeit untersucht. Ob sogenannte probiotische Bakterien die beta-Defensin-Expression anregen, ist ebenfalls Thema derzeitiger Untersuchungen.

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Siglinde Held
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